Arthroskopie – schonende Gelenkspiegelung
Viele Knieprobleme lassen sich heute minimalinvasiv mit einer Arthroskopie behandeln. Über kleine Hautschnitte werden Kamera und feine Instrumente in das Gelenk eingebracht. So können wir z. B. Meniskusrisse glätten oder nähen, freie Gelenkkörper entfernen oder störende Gelenkinnenhautfalten (Plicae) beseitigen – meist mit schnellerer Erholung als bei offenen Eingriffen.
. Kniespiegelung, Knorpelanbohrung, Entfernung von Gelenkinnenhautfalten
Knorpeltherapie zur Gelenkerhaltung
Bei lokal begrenzten Knorpelschäden kommen gelenkerhaltende Verfahren wie die Knorpelanbohrung (Mikrofrakturierung) zum Einsatz. Ziel ist, eine Ersatzknorpelbildung anzuregen, Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten einer Arthrose zu verlangsamen. Wir besprechen mit Ihnen, welches Verfahren in Ihrer Situation sinnvoll und realistisch ist.
Typische Fragen zur Gelenkchirurgie
- Wann ist eine Kniespiegelung notwendig und wann reicht Physiotherapie?
- Bei mechanischen Problemen wie eingeklemmten Meniskusanteilen, freien Gelenkkörpern oder wiederkehrenden Blockaden ist eine Arthroskopie oft sinnvoll. Bei reinen Verschleißbeschwerden ohne Blockaden versuchen wir zunächst konsequente Physiotherapie und andere konservative Maßnahmen.
- Wie lange bin ich nach einer Arthroskopie arbeits- und sportunfähig?
- Bei sitzender Tätigkeit ist die Rückkehr in den Beruf häufig nach 1–2 Wochen möglich, bei körperlicher Arbeit später. Sport ist – je nach Eingriff und Sportart – meist nach mehreren Wochen bis wenigen Monaten wieder erlaubt. Das besprechen wir im Einzelfall.
- Welche Risiken bestehen bei einer Knorpelanbohrung und wie sind die Erfolgsaussichten?
- Wie bei jeder Operation gibt es Risiken wie Infektion, Thrombose oder Narbenbildung, insgesamt jedoch selten. Ziel ist eine deutliche Beschwerdelinderung, ein völlig „neues“ Gelenk kann nicht geschaffen werden. Bei richtiger Indikation sind die Ergebnisse meist gut.
